Das Team --- Baugröße und Epoche ---
Der Bestand
--- Die Anlagen
Steigungsstrecke --- Baureife Projekte
Modulnormen
Form und Gleiseinbau
--- Elektrik --- Gestaltung
--- Aufbauhöhe --- Ausblick
Team 750 ist eine Gruppe von Modellbahnfreunden, die auf Modellbahn-Ausstellungen, Messen und Sondershows immer wieder anders arrangierte und immer wieder durch neue Streckenteile und Bahnhöfe ergänzte modulare Modellbahnanlagen vorstellen. Dabei gehen wir auf unsere Besucher zu und laden sie zu aktivem Mittun ein: Gern dürfen sie den Fahrregler selbst übernehmen und unsere Züge pünktlich durch den Betriebsalltag bringen.
Alle Anlagenteile und das gesamte Rollmaterial sind privates Eigentum. Eine fest installierte Modellbahnanlage betreibt Team 750 zurzeit nicht.
Monatlich finden Teamabende statt, an denen z.B. Ausstellungen geplant, Neuigkeiten ausgetauscht, Eisenbahndias und -filme betrachtet werden – oder einfach „nur so“ gefeiert und geklönt wird.
Diese Homepage und ein internes Forum dienen als Plattformen für den Informationsfluss untereinander und nach außen.
Team 750 baut in der Baugröße H0 (1:87), unsere Schmalspur-Spurweite beträgt 9 mm (H0e, Vorbildspurweite 750 mm). Wir bewegen uns meist ausgangs der Epoche III „irgendwo in Deutschland“. Das bei unseren Mitgliedern vorhandene Rollmaterial erlaubt uns, rein süddeutsche Verkehre ebenso darzustellen wie sächsische, österreichische oder private Bahnen. Oft allerdings kommt ein „gemäßigt bunter“ Fahrzeugpark zum Einsatz.
Der größte Teil unserer Strecken- und Bahnhofsmodule ist schmalspurig.
Um den Übergang regelspuriger Güterwagen (1435mm) auf die Schmalspurbahn (750mm) darstellen zu können, existieren gemischtspurige Übergabebahnhöfe, die das Verladen der Regelspurwagen auf Rollböcke ermöglichen.
Regelspurige Schattenbahnhöfe und Anschlussmodule gestatten vorbildnahen Betrieb auch im Normalspurbereich dieser Übergabebahnhöfe.
Auch das Einfügen normalspuriger Betriebsstellen-Module, vorwiegend mit Industriemotiven, ist möglich, wenn eine entsprechend große Standfläche zur Verfügung steht. Gelegentlich zeigt Team 750 auch eine reine H0-Normalspuranlage ohne Schmalspurbetrieb.
Eine bereits einmal präsentierte Anlage zeigt Team 750 nie ein zweites Mal.
Team 750 plant für jede Veranstaltung ein neues Arrangement aus dem durch Neubauten ständig sich vergrößernden Modulbestand.
Dazu entstehen ein maßgeschneidertes Betriebskonzept und ein Fahrplan, der den Besuchern den Ablauf eines kompletten, gut ausgelasteten Kleinbahn-Betriebstages mit all seinen Facetten zeigt. Nicht nur der Schüler- und Pendlerverkehr findet sich hier mit den entsprechenden Zugangeboten wieder. Auch und insbesondere ein sinnvoller Güterverkehr sorgt für viel Bewegung an allen Betriebsstellen und zu allen Tageszeiten.
Der Fahrplan ist die Grundlage des Ausstellungsbetriebes. Eine Uhrenanlage, die viermal so schnell „wie in echt“ läuft (eine „Modellstunde“ entspricht 15 Minuten der realen Zeit), lässt diesen Plan gleichsam im Zeitraffer ablaufen. An allen Betriebsstellen informieren Aushangpläne die Besucher über die Zugfahrten an dieser Stelle, auch über Güterzug- und Sperrfahrten.
Kennzeichnend für unsere Anlagen sind das ausgewogene Verhältnis von Strecken- und Betriebsstellenlängen, die im Hügelland verlaufende Streckenführung mit hohem Krümmungsanteil und Steigungs- und Gefälleabschnitten, Rollbock- und Rollwagenbetrieb über (gelegentlich nur fast) die gesamte Anlagenlänge und die weitgehende Zugänglichkeit des Innenraums für unsere Gäste.
2005 entstand eine vollständig modular aufgebaute H0e-Steigungsstrecke. Sie
ist europaweit einmalig, weist durchgängig 24 Promille Steigung auf
und wurde
erstmals am 28./29. Mai 2005 in der Fahrzeughalle der Selfkantbahn
(schmalspurige Museumsbahn) in Schierwaldenrath nahe Aachen der Öffentlichkeit
präsentiert.
Baureif
geplant sind derzeit zwei Projekte, die künftig die Anlagen des Team 750 noch
abwechslungsreicher werden lassen dürften:
Eine wiederum modular aufgebaute Ortsdurchfahrt
(Projekt „Kleindüllings“) mit Personenbahnhof und Ortsgüteranlage
sowie mehreren innerörtlichen Anschließern,
die einerseits aufzeigt, wie
Schmalspurbahnen sich in eine Ortsanlage einfügen können, andererseits
aber auch die Schwierigkeiten im Nebeneinander
von Straßen- und
Schienenverkehr verdeutlicht, die nicht zuletzt maßgeblich zum Niedergang
der deutschen Schmalspurbahnen beigetragen haben, sowie
eine ebenfalls modulare Holzabfuhrstrecke
(Projekt „Waldbahn“), auf der aus einem ausgedehnten Waldgelände Stamm-
und Kurzholz zur Verarbeitung
durch an der Schmalspur-Stammstrecke oder
weiter entfernt liegende Sägewerke antransportiert wird.
Beide
Projekte werden mit jeweils eigenen Modulköpfen verwirklicht werden, aber
selbstverständlich mit dem Jetzt-Bestand kombinierbar sein.
Team 750 baut Module.
Genormt sind ausschließlich die Modulköpfe
(Anschluss-Profile), die elektrischen Anschlüsse und, aus optischen Gründen,
die Dekoration in unmittelbarer Nähe der Modulenden.
für H0 das „FREMO-Profil B 96“,
für H0e das „normale Profil“, vor Jahren
entwickelt von der Arge Modellbahn Dortmund (heute e.V.),
das „hohe Profil“, ebenfalls eine
ex-Arge-Entwicklung, und
das Steigungsstrecken-Profil, eine
Eigen-Entwicklung aus jüngster Zeit unter enger Anlehnung an die NEM.
Daneben
existieren Schmalspur-Übergangsmodule zur EMFS-Norm, die ihrerseits wieder
FREMO-kompatibel ist.
(was zu teilweise recht erheblichen
Maßabweichungen führte), steht das Normalprofil jetzt als Frästeil zur Verfügung.
Einzig
das hohe (Arge-)Profil liegt nicht in automatengeschnittener Form vor. Bei
Bedarf wäre eine kleine kopiergefräste Serie denkbar.
a)
Form und Gleiseinbau
Normalspur:
Das
bekannte B 96-Profil des FREMO weist eine Hügelkontur auf. Es ist 500 mm breit,
und die Gleislage ist mittig.
Schmalspur:
Unser „Normalprofil“ ist 350 mm breit, es
zeigt ebenfalls eine Hügelkontur. Die Gleislage ist außermittig.
Die
Gleisachse ist wahlweise 110 mm von der Vorderkante oder 110 mm von der
Hinterkante des Modulkopfs anzulegen.
Das
Trassenbrett wird hinter der horizontalen Fläche des Modulkopfes oberkantenbündig
eingebaut, der Unterbau wird mit der H0e-Korkbettung von HEKI komplettiert,
darauf erst wird das Gleis verlegt. Auch hier ist die Wahl des Fabrikats
freigestellt. Die meisten Module weisen BEMO- oder Roco-Material auf.
Für das „hohe Profil“ gelten die das
Normalprofil betreffenden Angaben entsprechend. Es unterscheidet sich vom
Normalprofil lediglich in der Höhe der Hügelkuppe.
Das Steigungsstrecken-Profil weist ebenfalls eine
Hügelkontur auf, die allerdings von der der „normalen“ abweicht.
Es ist
400 mm breit, die Gleislage ist außermittig bei 130 mm von Vorder- oder
Hinterkante. Das Trassenbrett wird oberkantenbündig eingebaut.
Das
Steigungsstrecken-Profil ist eng an die Vorgaben der NEM angelehnt. Daher findet
die HEKI-Korkbettung hier keine Verwendung (zu hoch),
statt dessen wird das
Gleis - das Fabrikat ist wieder freigestellt - so unterfüttert, dass die
Schienenoberkante 4,8 mm über dem Trassenbrett liegt.
Die
Elektrik wird bei allen Modulen an die Vorgaben der EMFS e. V. angelehnt ausgeführt.
Dies bedeutet im Einzelnen:
Jedes
Streckenmodul verfügt über zwei durchgehende zweiadrige Leitungen (EMFS:
„Streckenverbindung“ und „Blindleitung“).
An allen Modulköpfen enden
diese Leitungen mit 4 mm-Buchsen (EMFS verwenden Stecker und Buchse an
Kabelenden - einziger wirklicher Unterschied).
Die Streckenverbindung erhält
zwei verschiedenfarbige Buchsen, die Blindleitung zwei gleichfarbige.
dass die Zuordnung der Anschlüsse zu den
Schienen eindeutig erkennbar ist.
Sie werden mit dem
Schaltpult verbunden und über die Z-Schaltung beschaltet.
Um
beim Anlagenaufbau die optischen Brüche zu minimieren, werden die Modulenden
nach bestimmten Vorgaben dekoriert.
FREMO schreibt für seine Module „sommerlich grün“ vor.
Unsere
„normalen“ Module werden an den Modulenden eindekoriert mit Grasfasern
aus dem Hause NOCH: Wildgras dunkelgrün,
Wildgras hellgrün und Wildgras
beige (Best.-Nrn. 07101/07102/07106) im Mischungsverhältnis 2 :1:1 (=200 g
gesamt) und dazu
gemischten kurzen Fasern Sommerwiesen-Gras (Best.-Nr.
50190, 5 x 100 g).
Die Fasern werden mit einem Begrasungsgerät aufgebracht.
In Lichtraumbreite (36 mm für H0e nach NEM 102) erfolgt keine Begrasung mit
langem Material.
Unsere
„hohen“ und die Steigungsstrecken-Module werden an den Enden ebenfalls
mit NOCH-Grasfasern eindekoriert.
Hier findet ein Gemisch aus Wildgras
dunkelgrün, Wildgras hellgrün und Wildgras beige (Best.-Nrn.
07106/07102/07101) im Mischungsverhältnis 2 :1:1 (=200 g)
und dazu
gemischten kurzen Fasern Sommerwiesen-Gras (Best.-Nr. 50190, 3 x 100 g)
Verwendung. Auch sie werden mit einem Begrasungsgerät verarbeitet.
Der
Randweg wird nicht begrast.
Die
Eindekorierung der Modulenden soll fließend in eine abweichende Oberflächengestaltung
übergehen, wo diese gewünscht und sinnvoll ist.
Beim
Oberbau der Steigungsmodule ist die Wahl auf IMT-Produkte gefallen: Wir
verwenden ein Gemisch aus drei Teilen Dolomit und einem Teil Grauwacke
oder
ähnlichem braunem Gestein in TT-Körnung, der Randweg wird mit
Dolomit-Feingranulat angelegt.
Weitere bindende Vorgaben existieren nicht. Als selbstverständlich wird allerdings die Alterung des Gleismaterials vorausgesetzt.
d) Aufbauhöhe
FREMO
gibt als Anlagenhöhe vor: „Die Schwellenunterkante liegt 1.300 mm über dem
Fußboden.“ EMFS: „Die Schwellenunterkante liegt 1.100 mm über dem Fußboden.“
doch
wird die Regelhöhe von 1.100 mm für die vor der Steigung liegenden
„Normalteile“ beibehalten.
Betriebsstellenmodule
werden – von ganz speziellen Ausnahmen abgesehen - auch in Zukunft mit
„normalen“ Kopfstücken ausgestattet.
Die Lage von Bahnhofsgleisen ist
horizontal, auch bei Steigungsstrecken!
Es ist daran gedacht, das „faller car system“ in die
Ortsmodule zu integrieren.
dass das
Aufdekorieren mit ansehnlichen, einschlagreifen Bäumen relativ teuer ist und
dass im dichten Wald bei größerer Dekorationstiefe
die Bahntrasse für den
Betrachter nur noch schwer einsehbar ist.
Unsere
Anschluss-Profile stehen auch Nichtmitgliedern zur Verfügung. Wir können uns
gut vorstellen, auch „Gastmodule“ bei Veranstaltungen einer breiten Öffentlichkeit
zu präsentieren.
©2007
H.G.