Projekt 2005 - DIE STEIGUNGSSTRECKE
Vorwort --- die Anfänge
verwendete Materialien
--- hauptsächlich benötigte Werkzeuge und Hilfsmittel
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vom Brett zum Rohbau |
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Anzeichnen --- Vorbereitung der Modulköpfe ---Elektroanschlüsse --- Modul montieren --- Elektroleitungen |
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Gleis richtig verlegen |
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Vorbereiten der Gleisauflage --- Vorbereiten des Gleiskörpers --- Ausrichten und Befestigen des Gleises --- Schotterbett und Gleisalterung |
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Geländebau |
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Liebe
Modelleisenbahner, es freut uns sehr, dass Sie
sich für
unser Projekt aus
dem Jahre 2005 interessieren. Unser
Projekt ist eine "Steigungsstrecke", die Trasse verläuft also
nicht eben. Um mit nur einem Modulkopf auszukommen, wird er bergseits um
24 mm je Meter Gleislänge höhergesetzt (einfach zwei 12 mm starke
Sperrholzreste unterlegen beim Ausrichten!). Sämtliche
anderen Arbeitsschritte in dieser Anleitung fallen auch bei ebenen Modulen
an. |
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| Nach ca. einem
Jahr Planungszeit entstehen im April2005 die
ersten Module als Pilotprojekt. Im Rohbau
sind bereits fertig gestellt: 1 Anfangsmodul Gleislage vorne 1000mm lang und ein gerades Modul
500mm Gleislage vorne. Die erforderlichen Elektroanschlüsse an den
Modulköpfen sind bereits montiert. Im Moment warten wir auf den weiteren Holzzuschnitt, und rechnen damit uns nächste Woche richtig ins Zeug legen zu können. |
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Sperrholz 12
mm (hier: Gabun)
Sperrholz 4 mm
Balsaholz 1 mm
Styroporplatten
20 mm
Gips
Abtönfarbe oxid-braun und schwarz
dunkelbrauner
Lack
Telefonbuchsen
(Elektro-Anschlussbuchsen 4 mm)
Spax-Schrauben 4x40 und 3x16 mm Senkkopf, 3,5x12 mm Halbrundkopf
Kabelschellen 3-7 mm ohne Nagel
Ponal
(Leim), bitte nicht mit Ponal-express versuchen!
Papier
und Pappe
Kreppband
(zum Abkleben/Trennen)
Zwillingslitze
2 x 0,75
Modell-Litze 0,14
Gleis:
ROCO-Flex
Schotter:
3 Teile Dolomit und 1 Teil Grauwacke gemischt, Körnung
eigentlich
für TT, von IMT, Wuppertal www.imt-lenzen.de
Feingranulat:
als Splitt für den Randweg:
Dolomit von IMT
Randbegrünung:
lange und kurze Grasfasern von NOCH, gemischt
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| hauptsächlich benötigte Werkzeuge und Hilfmittel | |
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Hammer klein (50/100 g) Phosphorsäure (Apotheke) Lochsäge/Bohrmaschine |
Akkubohrmaschine Spachtel/Kittmesser
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| Anzeichen | |
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Endlich ist es soweit, der lang ersehnte Regen Holz ist auf uns niedergeprasselt, und es steht viel Arbeit an. Zunächst sortieren wir aus dem Berg Holz die zusammengehörenden Teile für die jeweiligen Module heraus. (Foto) Bei geraden Modulen (einschl.
Joker und Anfangs-/Endmodulen) sind die Zuschnitte für die Außenseiten
so groß, dass beide Längsseiten daraus geschnitten werden können.
Vorteil: Die Seiten sind exakt gleich lang. |
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| Vorbereitung der Modulköpfe | |
Da wir für den zügigen
Anlagenaufbau besonderen Wert auf höchste Passgenauigkeit legen, verwenden wir
für dieses Vorhaben ausschließlich gelaserte Modulköpfe.
Zur Vorbereitung der Modulköpfe gehören zunächst das Bohren (2,5 mm) und
Senken der Schraublöcher, hinter denen später Außenseiten und Trasse
eingeschraubt werden.
Hierbei ist besonders auf die Tiefe der Senkung und die Kopfgröße der
verwendeten Schrauben zu achten, diese sollten in jedem Fall in der Senkung
verschwinden, damit es nachher keinen Ärger beim Aufbau der Anlage gibt. Außerdem
sollten die Bohrungen möglichst gerade gefertigt werden. Je Seite setzen wir 4
Bohrungen und 2 für die Trasse, wobei es sinnvoll ist, alle Bohrungen
anzuzeichnen, in unserem Falle (12 mm Sperrholz!) 6 mm vom Außenrand entfernt.
Für die bessere Optik teilen wir die Abstände gleichmäßig auf. Die ersten
Bohrungen an Ober- und Unterkante sollten zu diesen mind. 2,5 cm Abstand haben.
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| Elektroanschlüsse |
| Die Elektroanschlüsse der späteren Versorgungsleitungen werden bereits jetzt oder im späteren Rohbau angebracht. Dazu haben wir Telefonbuchsen in 4 mm starkes Sperrholz (ca. 20 x 60 mm groß) geschraubt. Die Buchsen sind in Löcher von 6 mm Durchmesser eingeschraubt, deren Mitten 12-13 mm auseinander liegen, um Probleme mit den zugehörigen Steckern zu vermeiden. Wir benötigen 2 Brettchen mit gleichfarbigen, 2 Brettchen mit verschiedenfarbigen Buchsen je Modul. Sie werden von innen an den Modulköpfen mit Schrauben 3,5 x 12 so befestigt, dass die Buchsen mit der Steckerseite nach innen und der Lötseite nach außen in den Aussparungen (runde Löcher) liegen. (Foto) In die Spante(n) wird mittig unter der späteren Gleisauflage eine Aussparung von etwa 10 x 10 mm gesägt, durch die wir die Kabel verlegen können. Diese darf nicht zu groß gesägt werden, da später die Trassenbefestigungsschrauben noch daneben Platz haben müssen. (Foto) |
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| Modul montieren |
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Beim Zusammensetzten der
Einzelteile ist eine ebene und stabile Arbeitsfläche wichtig, dies ist maßgebend
für den späteren Erfolg, ein winkliges und sauber verarbeitetes Modul
bestaunen zu können. Wir beginnen mit einem Kopfstück und einem
Seitenteil, die winklig und unterkantenbündig aneinandergesetzt werden.
Hierfür gibt es mehrere Hilfsmittel: Schlosserwinkel,
Schraubzwingen, Gehrungszwingen, gerade Hölzchen usw. Nun wird die Mittelspante
eingesetzt. Auch hierbei achten wir wieder auf höchstmögliche
Passgenauigkeit und Winkligkeit (Schlosserwinkel!).
(Foto)
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| Elektroleitungen |
Da wir nach wie vor unsere
Anlagen analog betreiben, werden zwei Leitungen von Modulkopf zu Modulkopf
verlegt: Eine Leitung für den Fahrstrom (verschiedenfarbige Buchsen) und eine
Leitung („Blindleitung“) für die elektrische Verbindung benachbarter
Betriebsstellen untereinander (gleichfarbige - hier: blanke - Buchsen).
Weg der Leitungen: Von der Buchse am Modulkopf hoch bis zur Trasse, mittig unter
der Trasse durch die Spante zum anderen Modulkopf, dort runter zur
gleichfarbigen Buchse. Befestigt wird das Kabel mit handelsüblichen
Kabelschellen und Schrauben 2,5 x
16. Schrauben sind zwar etwas teurer als Nägel, aber bei Änderungswünschen
immer von Vorteil.
Empfohlen wird Zwillingslitze 2 x 0,75. Die Farbe der Litze spielt keine Rolle.
Beim Anlöten der Leitungen an die Buchsen ist unbedingt auf Parallelität zu
achten: Das Kabel, das z. B. an der grünen Buchse startet, muss an der anderen
Modulseite auch an der grünen Buchse ankommen. Auch ein Vertauschen der Kabelpärchen
untereinander führt zu Problemen.
Leider "fressen" die Buchsen sehr viel Lötwärme, so dass viel Geduld und eine starke Lötpistole empfohlen werden. Wir verwenden Lötfett, um die Flusseigenschaft des Zinns zu verbessern. (FOTO)
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| Vorbereiten der Gleisauflage |
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Unser Trassenbrett haben wir
bereits montiert. Um die von uns verlangte Gleishöhe von 4,8 mm in
Verbindung mit dem ROCO-Flexgleis zu erreichen, ist es nötig, das Gleis
zu unterfüttern. Wir schneiden dafür aus 1 mm starkem Balsaholz entlang
einer geraden Metallkante Streifen mit einer Breite von 20 mm zu. Für
unsere Trasse benötigen wir einen Streifen, der so lang ist, dass er an
beiden Enden 0,5 - 3 mm übersteht. Er wird mit Ponal dünn eingepinselt,
mittig auf die Trasse gelegt und zunächst mit den Fingern angedrückt.
Haben wir eine Moosgummiwalze zur Hand, können wir den Streifen hiermit
vorsichtig anwalzen. Sonst
legen wir eine gerade Leiste auf, die wir mit Schraubzwingen - nicht zu
fest - unter Druck bringen. Es empfiehlt sich, zwischen Balsaholz und
Leiste eine Papierschicht zu legen, die bei evtl. überquellendem Leim das
Verkleben beider verhindert. Trocknungszeit nach diesem Arbeitsvorgang ca.
20-30 Minuten. Ist die Zeit verstrichen,
werden Schraubzwingen und Leiste abgenommen. Das Holz sollte jetzt fest
mit der Trasse verbunden sein. Lässt der Leim sich mit dem Austrocknen
gar zu viel Zeit, können wir mit einem Fön nachhelfen. |
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| Vorbereiten des Gleiskörpers |
Leider entspricht die Gleislänge
des ROCO-Flex-Gleises selten der benötigten Länge, so dass wir das Gleis stückeln
müssen, um auf unsere gewünschte Länge zu kommen. Eine einfache, aber optisch
nicht befriedigende Variante ist das Zusammenfügen der Gleise mit handelsüblichen
Schienenverbindern. Wir haben höhere Ansprüche, darum löten wir unsere Gleise
zusammen. Dazu legen wir die Gleise auf den Gleiskopf, richten sie aus und
fixieren sie. Zum Fixieren genügen z. B. Sprudelflaschen oder Einmachgläser.
Als Flussmittel setzen wir diesmal kein Lötfett, sondern Phosphorsäure -
jeweils ein winziges Tröpfchen pro Gleisfuß - ein. Mit dem Lötkolben (der
kleine reicht) nehmen wir etwas Lötzinn auf und tippen die Verbindungsstelle
an. Bereits nach kurzem Aufheizen des Gleises mit dem angelegten Lötkolben
schießt das Lot zwischen die zusammenzufügenden Gleise.
Zum Ablängen legen wir das
Gleis auf die Trasse. Vor einen Modulkopf schrauben wir ein Sperrholzbrettchen,
das als Anschlag dient. Beim Zuschneiden der Länge lassen wir das Gleis am
anderen Modulende ca. 3-5 mm überstehen.
Vorsichtshalber versorgen wir
das Gleis beidseitig mit Strom. Dafür löten wir nun unter dem Gleisfuß, etwa
5 cm vom Gleisende entfernt, Schaltlitzen an. Wir schaffen uns den nötigen
Platz, indem wir störende Schwellenstege mit einem Messer herauslösen. Wir
geben wenig Lötfett unter den Schienenfuß und verzinnen dünn vor. Auch die
Litzenenden werden unter Lötfettzugabe verzinnt, am Ende winklig abgebogen, die
Spitzen auf etwa 2 mm Länge gekürzt und nochmals mit Lötfett bestrichen. Wir
halten die Litzenenden auf die vorverzinnten Stellen am Gleis und heizen mit dem
Lötkolben Litze und Gleis auf, bis das Lot wieder fließt. Beim Löten bitte
darauf achten, dass das Gleis nicht zu lange angeheizt wird, da sonst Schwellen
und Schienenklammern zu schmelzen drohen.
Legen wir das Gleis nun provisorisch auf die Trasse, können wir sehen, an welcher Stelle wir die Kabel nach unten führen können. Wir zeichnen an und bohren mit 2,5 mm - leicht schräg nach außen, damit die unter dem Trassenbrett liegende Zwillingslitze nicht beschädigt wird.
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| Ausrichten und Befestigen des Gleises |
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Ruhige
Hände sind nun gefragt. Als erstes stecken wir die 4 Kabel durch die vorher
gebohrten Löcher. Nun das Gleis so auflegen, dass es an unseren
Sperrholzanschlag stößt. Vorsicht: die Lötverbindung ist zwar fest, aber
im Gegensatz zum Rest des Gleises nicht wirklich flexibel! Für
die perfekte Optik werden wir die letzte Schwelle vor dem Modulende ein
halbes Schwellenfach von diesem entfernt setzen: So erreichen wir bei
zusammengeschraubten Modulen an dieser Stelle einen normalen
Schwellenabstand und vermeiden Doppelschwellen. Der Schwellenrost ist auf
dem Gleis verschiebbar. Das Ausrichten der Schwellen ist einfacher, wenn wir
vorab einige Schwellenstege mit einem Messer herausschneiden. Einige Stellen
mit geringfügig zu weitem oder zu engem Schwellenabstand, auf die gesamte
Modullänge verteilt, fallen nicht auf. Auch an den Stellen, an denen wir
Gleise zusammengelötet haben, richten wir den Schwellenabstand aus. Nun
folgt der wichtigste Teil der Gleisausrichtung: An den Kopfstücken müssen
wir das Gleis an genau der richtigen Stelle positionieren. Sollte schon ein
fertiges Modul vorhanden sein, kann dies kantengenau angeschraubt und als
Lehre verwendet werden. Die Einbauschablone steht leider noch nicht zu Verfügung. Zur
ersten Fixierung tragen wir Leimtupfer (Ponal) auf. Dabei genügen Pünktchen
im Abstand von ca. 10 cm. Das Gleisende wird nun exakt mit dem Lehrmodul
fluchtend ausgerichtet und mit einer Schraubzwinge gesichert. Das andere
Gleisende wird kantenbündig abgeschnitten, das Lehrmodul dann dort
angeschraubt und dieses Gleisende ebenfalls ausgerichtet. Auf
folgende Kriterien ist nun zu achten: Liegt das Gleis gerade??? Als
Hilfsmittel hierfür bietet sich eine Wasserwaage an, die außen an das
Gleis angelegt wird. Auch ein billiges Alu-Vierkantrohr leistet als Lineal
gute Dienste. Stimmt die Verteilung und Größe meiner Schwellenfächer an
beiden Enden und an der Lötstelle??? So arbeiten wir uns langsam von einer
Seite zur anderen, und fixieren das Gleis zusätzlich mit Hölzchen und
Schraubzwingen über jedem 2. Leimpunkt, aber nicht zu fest. Es folgt also
gucken, hier rütteln, da schieben, dort verschieben. Machen wir das so
lange, bis wir 100%ig zufrieden sind. Hat das Gleis seine endgültige
Position erreicht, ersetzen wir die Schraubzwingen durch aufgeschraubte
Kabelklemmen. Diese passen wunderbar als stabile Halterung in die Mitte des
Gleises. Aber nicht zu fest anziehen, sonst verdrücken wir die weiche
Balsa-Unterlage! Jetzt werden auch die Gleisenden zwei Schwellenfächer vom
Rand entfernt mit Kabelschellen festgesetzt. Auf einem Meter sollten nun
etwa 3-5 Kabelschellen sitzen. Mit
einer Trennscheibe bearbeiten wir vorsichtig die Gleisköpfe, bis sie 1-3
Zehntelmillimeter hinter der Modulkante zurückstehen. Nicht zu lange an
einem Stück schleifen, sonst wird das Schienenmaterial zu heiß, und die
Schienenklammern schmelzen auf! Das hieße dann Gleisaustausch, denn gerade
am Modulübergang ist korrekte Spurweite wichtig - und die gibt es nur mit
intakten Schienenklammern!
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| Schotterbett und Gleisalterung |
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Eine
weitere Geduldsprobe: Das Einschottern der Gleise. Unser Ziel ist, auch hier
dem Vorbild so nahe als möglich zu kommen. Das bedeutet: Die Schwellen
bleiben frei von Schotter und Leimklecksen, die Schwellenfächer sind sauber
ausgefüllt, die Schwellenköpfe liegen im Gestein, und hinsichtlich der
Bettungsbreite orientieren wir uns an NEM 123. Wer
mag, kann jetzt noch den gesamten Gleiskörper mit mattem Klarlack übersprühen,
um den Schwellen ihren Rest von Kunststoffglanz zu nehmen. Von den Schienenköpfen
wird der Lackauftrag dann sofort mit einem sauberen, fusselfreien Lappen
abgewischt. Für
das Aufbringen des Schotters benutzen wir ein simples Hilfswerkzeug aus
Pappe, das vor etlichen Jahren angefertigt wurde und mittlerweile schon gut
30 Meter Gleis beschottern half (Foto). Wir
verwenden TT-Schotter von IMT. Der Hauptanteil ist Dolomit, dem ein fast
schokoladenbrauner Schotter (Grauwacke?) zugesetzt wurde, um die helle Farbe
ein wenig zu brechen und die Kornstruktur deutlicher werden zu lassen (3
Teile Dolomit, 1 Teil „braun“). Mit der Gesamtmenge von 2 kg, die in
einer alten Eisverpackung sauber durchgemischt wurde, werden wir für die nächsten
30-40 Meter Strecke den immer gleichen Farbton verfügbar haben. Bevor
es ernst wird, setzen wir vor beide Trassenenden Sperrholzbrettchen, die am
oberen Ende mit Kreppband „falsch herum“ umwickelt sind: Die Klebeseite
des Krepps liegt außen und wirkt, wie wir später sehen werden, als verlässliche
Trennschicht gegenüber unserem Schotterkleber. Mit dieser „Schalung“,
die wir mit Schraubzwingen befestigen, können wir die Trasse sauber bis zum
Rand einschottern. Mit
einem ausrangierten Kaffeelöffel füllen wir unsere „Schotterrutsche“
etwa zur Hälfte. Ihre Spitze wird nun über das erste Schwellenfach
gehalten, und durch leichtes Klopfen mit dem Zeigefinger gegen das leicht
nach schräg vorn gehaltene Werkzeug bringen wir die Schotterkörner ans
Rutschen. Die auslaufende Menge lässt sich gut kontrollieren. Ist
das Schwellenfach - auch in den Ecken - gut gefüllt, wandern wir ein Fach
weiter und füllen so nach und nach alle freien Fächer. Nur die Stellen, an
denen unsere Kabelschellen das Gleis fixieren, sparen wir zunächst aus: Der
spätere Kleberauftrag zum Fixieren des Schotters weicht den Leim, mit dem
wir das Gleis auf die Trasse geklebt haben, auf, und ohne den Halt der
Kabelschellen könnte es sich wieder ablösen. Sind alle Schwellenfächer
gefüllt, klopfen wir leicht (!) mit einem 100 g-Hammer oder einer
zweckentfremdeten Schraubzwinge gegen Spanten und Kopfstücke. Dadurch setzt
sich der zunächst noch lose Schotter. Kritisch, Zentimeter für Zentimeter,
prüfen wir, ob alle Schwellen-Zwischenräume auch wirklich gefüllt sind
und füllen, falls erforderlich, nach. Mit einem weichen, sauberen und
absolut trockenen feinen Malpinsel fegen wir Schottersteinchen, die sich an
den Schienensteg oder den Schienenfuß „verirrt“ haben, in die Fächer,
und auch lose Steine auf den Schwellen werden entfernt. Vorsichtiges Andrücken
mit einem Pinselstiel, notfalls auch mit der Fingerkuppe, bringt den
Schotter in seine endgültige Form. In
einem sauberen Marmeladenglas setzen wir eine Mischung aus einem Teil Ponal
und zwei Teilen Wasser an, die wir gut verrühren und der wir einige Tropfen
Spülmittel beigeben. Mit einer 10 ml-Spritze (Apotheke) ohne Kanüle ziehen
wir diesen Schotterkleber auf und drücken aus der nach oben gehaltenen
Spritze eventuelle Luftblasen sorgfältig heraus, damit später nichts
nachkleckert. Die Spitze der Spritze halten wir nun mitten über das erste
gefüllte Schwellenfach und lassen einen einzigen Tropfen auf den Schotter
fallen. So geht es weiter, Schwellenfach für Schwellenfach. Schnell finden
wir heraus: Wird die Spritze zu hoch gehalten, hinterlassen die Leimtropfen
„Einschlagkrater“, halten wir sie zu niedrig, klettert der trockene
Schotter an dem sich bildenden Tropfen hoch, und wir erhalten kleine Steinhügel.
Beides wollen wir vermeiden. In
einem zweiten Durchgang erhält jedes Schwellenfach einen zweiten Tropfen
Leim, ist der Schotter dann noch nicht völlig durchtränkt, erfolgt ein
dritter Durchlauf. Der
durchnässte Schotter ist so lagestabil, dass er sich auch von einer
nennenswerten Schräglage der Trasse nicht mehr beeindrucken lässt. Wir
machen uns diesen Umstand zunutze und stellen unter die uns zugewandte
Modul-Längsseite ein hohes Marmeladenglas, um uns das Einschottern der
Gleisaußenseite zu erleichtern. Aus
der „Schotterschütte“ lassen wir nun Material auf die Böschung und
zwischen und vor die Schwellenköpfe rieseln. Das fertige Schotterbett soll
oben 22 und unten etwa 25 mm breit sein - so will es NEM 123. Entsprechende
Mengen Schotter gilt es anzugeben. Wieder fegen wir mit trockenem Pinsel
verirrtes Material von Schwellenköpfen und Gleisprofil und schieben zu
guter Letzt mit einem Geodreieck oder einem Federstahllineal die noch losen
Körnchen an der Böschung zusammen. Kritisch, Zentimeter für Zentimeter...
- na, Sie wissen schon. Ganz
vorsichtig - ein auch nur leichter „Stupser“ würde unsere Mühe
zunichte machen - stellen wir das Modul wieder eben. Zum Fixieren dieser
ersten Böschungsseite lassen wir dann Kleber aus der Spritze - in die
Schwellenfächer tropfen! Wir können an der stellenweisen Dunklerfärbung
des Schotters verfolgen, wie sich der Kleber seinen Weg durch kleinste
Spalten und Ritzen aus den Schwellenfächern in die noch trockene Böschung
sucht. In einem zweiten Klebedurchgang tropfen wir nun Leim auf diese
feuchten Stellen und lassen ihn den trockenen Schotter durchdringen. In
einem dritten, vierten, fünften Anlauf wird die Böschung nach und nach völlig
durchfeuchtet. Nie tropfen wir hier auf trockenes Böschungsmaterial, denn
der trockene Schotter würde einfach verschwemmt. Wir
drehen den Modulkasten um und schottern die andere Böschung ebenso. Auch
hier beginnt der Leimauftrag wieder in Gleismitte, in den Schwellenfächern. Etwa
drei Stunden, vielleicht sogar noch länger, wird das Durchtrocknen des
Schotterbetts beanspruchen. Nach
dem Aushärten des Klebers entfernen wir die Kabelschellen, füllen die
letzten Schwellenfächer mit Schotter und leimen ihn fest. Den
letzten Schliff erhält unser Oberbau mit dem Altern der Gleisprofile, dem
Lackieren mit „Rostfarbe“. Wir verwenden dafür Emaillacke (‚Humbrol
113‘ oder „Rostfarbe“ anderer Hersteller, denen durch Zugabe von
mattem Gelb, Ocker und Weiß die starke Brauntendenz genommen wird). Den
Lack können wir mit einem feinen Pinsel auf Schienensteg und Schienenfuß
auftragen, auch das Kleineisen darf seinen Teil abbekommen. Wer mit der
Airbrush umzugehen weiß, kann selbstverständlich auch damit arbeiten. Für
den Pinselauftrag erleichtern wir uns die Arbeit, indem wir unser Modul auf
eine Längsseite stellen: In einem Strich sind die Profilseiten zügig gefüllt,
und wir können sehr gut erkennen, ob wir den Schienenfuß auch wirklich bis
zur Kante eingefärbt haben. |
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| Geländebau - erste Schritte |
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Die
hier vorgestellten Module erhalten einen Gelände-Unterbau aus 20 mm starken
Styroporplatten. Sie sind leicht, gut zuzuschneiden, einfach
nachzubearbeiten, preisgünstig und ausreichend stabil. Modellbäume und -sträucher,
aber auch Zaun- oder Schilderpfosten lassen sich in dem 2 cm dicken Material
deutlich einfacher und dauerhafter verankern als in einem dünnen
Kaninchendraht-Gipsbinden-Unterbau oder vergleichbaren Untergründen. Der
Styropor-Unterbau wird nicht in der Höhe plattenweise geschichtet, sondern
hohl ausgeführt. Dadurch bleibt die Modul-Innenseite, vor allem im Bereich
der Befestigungselemente an den Modulköpfen, sehr gut zugänglich. Nach
der Begründung zur Praxis am Modul mit gerader Trassenführung: Wir messen
zunächst den Abstand von einem Modulkopf zur benachbarten Spante (lichter
Innenabstand) sowie den Abstand zwischen Außenseite und Trasse, dem wir 5-8
mm „Kleberand“ hinzurechnen. Diese Maße zeichnen wir mit dem Bleistift
auf einer Styroporplatte an und schneiden das Rechteck mit dem
Abbrechklingen-Messer entlang einem Vierkantrohr als Schneidlineal aus. Der
Zuschnitt wird nun von unten in den Modulkasten so eingesetzt, dass der
„Kleberand“ unter dem Trassenbrett liegt. Je nach Verlauf der Geländekante
am Seitenteil wird der Sperrholzrahmen hier deutlich über, dort deutlich
unter der Oberkante des Styropor-Zuschnitts liegen. Wir zeichnen nun eine
„Höhenlinie“ da an, wo das Sperrholz das Styropor um mindestens 10 mm
(halbe Plattenstärke) überragt, also ein Hügel entstehen muss. Auch da,
wo das Plattenniveau um mindestens 10 mm unterschritten wird (eine Mulde
oder ein Tal), wird eine solche Linie eingezeichnet. Nun
greifen wir wieder zum Bastelmesser und schneiden entlang der „Höhenlinien“
das Styropor aus. Dabei müssen wir das Messer stark schräg halten, und
zwar muss die Klinge so stehen, wie später die Hangböschung verlaufen
wird. Verfehlen wir hier und da die Linie um ein, zwei Zentimeter, ist das
in der Regel kein Beinbruch, wir können später noch nacharbeiten - oder
die Zufallskontur so akzeptieren. Was
von unserem ursprünglichen Rechteck verblieben ist, wird nun - mit Ponal an
den Stirnseiten und auf dem Kleberand eingestrichen - in das Modul geklebt.
Etwa 20-30 Minuten wird das Aushärten des Klebers dauern, während dessen können
wir ein weiteres Stück des Modul-Innenraumes vermessen und eine weitere
Styroporplatte zurichten. Wenden
wir uns wieder der ersten Platte zu. Die Ausschnitte für „Hügel“
werden nun lose auf der eingeklebten Fläche an die richtigen Stellen
gelegt, und die Kontur ihrer Unterseite wird mit einem Bleistift auf der
eingeklebten Fläche nachgezeichnet: Der Kleberand für die nächste Etage.
Wieder wird angezeichnet, wo das Sperrholz das neue Niveau überragt, und
wieder wird geschnitten (mit schräg gehaltenem Messer!). Der Kleberand auf
der unteren Platte wird mit Ponal eingestrichen, ebenso der Zuschnitt für
die „erste Etage“ an den Stellen, an denen er an die Holzteile des
Moduls zu liegen kommt, und dieser Zuschnitt wird eingeklebt. Mit den
Zuschnitten für das „erste Untergeschoss“ (Mulde) verfahren wir sinngemäß.
Wenn uns das die Arbeit erleichtert, können wir auch das komplette Modul
hierfür umdrehen. Stufe für Stufe entsteht so ein tragfähiger Unterbau. Verbliebene
Lücken - etwa über den Spanten - verschließen wir mit freihändig
zugeschnittenen Resten. Ein abschließendes Einstreichen mit Ponal an all
jenen Stellen, wo Zuschnitte aneinander oder an Holzflächen stoßen, sorgt
dafür, dass später auch dünnflüssiger Gips keine Chance mehr hat, nach
unten durchzusickern. |
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| Gipsen und Formen |
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Ihn
färben wir beim Ansetzen dunkelbraun oder dunkelgrau ein, damit er bei späteren,
leider fast immer unvermeidlichen Transportschäden nicht strahlend weiß
weithin von seiner Anwesenheit kündet: Weiß kommt in der Natur - außer im
Winter natürlich - nur höchst selten als reine Farbe vor, und unser Auge
registriert jede noch so kleine „Macke“ gnadenlos. Keine
Regel ohne Ausnahme: An den Stellen, an denen direkt aus dem Gips Felswände
gestaltet werden sollen, belassen wir ihn weiß. Hier wird er später in
vielen dünnen Farbschichten nass in nass lasierend sein felstypisches
Aussehen erhalten. Den
durchgefärbten Gips setzen wir an, indem wir ihm einige Saucenkellen
dunkelbrauner und /oder schwarzer Abtönfarbe beimengen und entsprechend
weniger Wasser zugeben. Er wird besonders sorgfältig im Silikontopf aufgerührt,
da sonst gern Nester mit pulverigem Gips bleiben, die die Abtönfarbe nicht
recht durchfeuchtet hat. Gips
bindet schnell ab, daher setzen wir nur überschaubare Mengen an und
arbeiten zügig. Dass sich zwei durchgefärbte Gipsansätze in der Farbe
unterscheiden, ist völlig unkritisch. Topfreste, die hart zu werden drohen,
können zum Vorfüllen tieferer Stellen oder zum „Ausspachteln“ der
Schraubenlöcher in den Modul-Seitenwänden genutzt werden. In
der Regel erfolgt der Auftrag mittels Spachtel oder Kittmesser auf den
Styropor-Grund von der höchsten Stelle aus, und eine Schichtdicke ab 2 mm
reicht bereits völlig aus. Größere zusammenhängende Flächen ohne starke
Gliederung können auch mit einem besonders flüssig eingestellten Gipsbrei
übergossen werden. Auch die Holz-Oberkanten mit Ausnahme der Modulköpfe
werden hauchdünn überzogen. Natürlich gleichen wir an anderen Stellen
auch Vertiefungen im Unterbau aus, und hier werden wir dann erfahren, dass
Gips zwar schnell abbindet, aber unter Umständen mehrere Tage zum völligen
Durchtrocknen benötigt. Bei Schichtdicken von mehr als etwa 6 mm nimmt darüber
hinaus die Gefahr, dass die Gipsoberfläche rissig wird, überproportional
zu. Die Zugabe von Ponal zum Gips vermindert zwar die Neigung zur
Rissbildung, verlängert aber andererseits die Trockenzeit erheblich. Die
bereits gestockte, aber noch nicht völlig durchgetrocknete Gipsschicht lässt
sich mit Messer, Schraubenzieherklinge, Spachtel, Kittmesser und aus Holzstücken
oder -stäbchen gefertigten Werkzeugen ohne große Mühe weiter bearbeiten.
Gründliches Wässern macht sie sogar - in Grenzen - wieder plastisch. |
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