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Projekt 2005 - DIE STEIGUNGSSTRECKE

Vorwort --- die Anfänge

 verwendete Materialien --- hauptsächlich benötigte Werkzeuge und Hilfsmittel
 

vom Brett zum Rohbau

Anzeichnen --- Vorbereitung der Modulköpfe ---Elektroanschlüsse ---  Modul montieren --- Elektroleitungen 

.

Gleis richtig verlegen

Vorbereiten der Gleisauflage --- Vorbereiten des Gleiskörpers --- Ausrichten und Befestigen des Gleises --- Schotterbett und Gleisalterung

.

Geländebau 

erste Schritte --- Gipsen und Formen  




 

Vorwort

Liebe Modelleisenbahner, es freut uns sehr, dass Sie sich für unser Projekt aus dem Jahre 2005 interessieren.
In den nachfolgenden Kapiteln versuchen wir, den Aufbau eines Moduls für die Spurbreite H0e so gut und verständlich wie möglich zu beschreiben. Sobald die ersten Fotos bearbeitet sind, werden wir damit manch komplizierte Erklärung verdeutlichen und untermauern.

Vorab: Modulköpfe werden fertig bezogen, alle anderen Holzteile werden aus dem Baumarkt oder vom Holzgroßhandel zugeschnitten bereitgestellt. Aus diesem Grund gehen wir in folgendem Bericht nur auf das Zuschneiden von Modulteilen aus diesen Zuschnitten ein. Wer Maßangaben haben möchte, kann uns kontaktieren - oder abwarten, ob sie am Ende diesem Text angehängt werden.

Unser Projekt ist eine "Steigungsstrecke", die Trasse verläuft also nicht eben. Um mit nur einem Modulkopf auszukommen, wird er bergseits um 24 mm je Meter Gleislänge höhergesetzt (einfach zwei 12 mm starke Sperrholzreste unterlegen beim Ausrichten!).

Sämtliche anderen Arbeitsschritte in dieser Anleitung fallen auch bei ebenen Modulen an.

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die Anfänge

Nach ca. einem Jahr Planungszeit entstehen im April2005 die ersten Module als Pilotprojekt. Im Rohbau sind bereits fertig gestellt: 1 Anfangsmodul Gleislage vorne 1000mm lang und ein gerades Modul 500mm Gleislage vorne. Die erforderlichen Elektroanschlüsse an den Modulköpfen sind bereits montiert. 
Im Moment warten wir auf den weiteren Holzzuschnitt, und rechnen damit uns nächste Woche richtig ins Zeug legen zu können.
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verwendete Materialien

Sperrholz 12 mm (hier: Gabun)
Sperrholz 4 mm
Balsaholz 1 mm 

Styroporplatten 20 mm

Gips 
Abtönfarbe oxid-braun und schwarz

dunkelbrauner Lack

Telefonbuchsen (Elektro-Anschlussbuchsen 4 mm)
Spax-Schrauben 4x40 und 3x16 mm Senkkopf, 3,5x12 mm Halbrundkopf
Kabelschellen 3-7 mm ohne Nagel

Ponal (Leim), bitte nicht mit Ponal-express versuchen!

Papier und Pappe

Kreppband (zum Abkleben/Trennen)

Zwillingslitze 2 x 0,75
Modell-Litze 0,14

 

Gleis:                       ROCO-Flex
Schotter:                3 Teile Dolomit und 1 Teil Grauwacke gemischt, Körnung
                                  eigentlich für TT, von IMT, Wuppertal   www.imt-lenzen.de
Feingranulat
:         als Splitt für den Randweg: Dolomit von IMT

Randbegrünung: lange und kurze Grasfasern von NOCH, gemischt

 

Ausgestaltungsmaterial nach Motiv/eigener Wahl
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hauptsächlich benötigte Werkzeuge und Hilfmittel

Hammer klein (50/100 g)
Schraubenzieher jeglicher Art
Zangen jeglicher Art
Tapetenmesser
Stichsäge
Lötkolben 30-60 Watt
Lötpistole 100-150 Watt
Lötfett
Lötzinn

Phosphorsäure (Apotheke)
Niedervoltmessgerät
feines/mittleres Schmirgelpapier
Küchenrolle

Lochsäge/Bohrmaschine
Dremel

Akkubohrmaschine
Senker 10 mm
Bohrer 2,5 mm/6 mm
Schraubzwingen
Schlosserwinkel
Holzreste von Dachlatten o. ä.
Zollstock
Zeichenmaterial
versch. Pinsel
Alu-Vierkantrohr
Maßband
Geodreieck
 Gipstopf

Spachtel/Kittmesser
Gläser zum Mischen

 

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Anzeichen

Endlich ist es soweit, der lang ersehnte Regen Holz ist auf uns niedergeprasselt, und es steht viel Arbeit an. Zunächst sortieren wir aus dem Berg Holz die zusammengehörenden Teile für die jeweiligen Module heraus. (Foto)

Bei geraden Modulen (einschl. Joker und Anfangs-/Endmodulen) sind die Zuschnitte für die Außenseiten so groß, dass beide Längsseiten daraus geschnitten werden können. Vorteil: Die Seiten sind exakt gleich lang.
Als erstes werden die Geländekonturen auf den Modulseitenteilen angezeichnet (Höhenzugabe von 24 mm je Meter Länge auf der „Bergseite“ nicht vergessen!) und ausgeschnitten
. Dabei sollte man darauf achten, nicht zu schwungvoll mit dem Bleistift umzugehen, da sich dieser Zuschnitt bestimmend auf die Geländebeschaffenheit auswirkt. Nicht so erfahrenen Bastlern empfehlen wir, die Geländekonturen der Gleishöhe zunächst +/- 5 cm anzupassen.
(Foto)
Nach diesem Schritt stellen wir das Modul vorläufig mit allen dazugehörigen Teilen einschl. Trasse zusammen und lassen die Geländeform ein paar Minuten auf uns wirken. Schnell ist jetzt zu erkennen, wo evtl. Veränderungen notwendig sind, um Schwierigkeiten bei der späteren Geländegestaltung zu vermeiden.
(Foto) An den Stellen, wo später Querspanten eingesetzt werden, um den Modulkasten zu versteifen und die Trasse zu tragen, zeichnen wir eine genau senkrechte Linie ein, auf der wir 3-4 Bohrungen setzen, die von außen angesenkt werden.

Wo eine Spante höher als die Geländestruktur der zugehörigen Außenseite ist, schneiden wir sie entsprechend zu. Und zu guter Letzt erhalten die Spanten noch einen mit der Lochsäge eingebrachten Ausschnitt, dessen Mittelpunkt 85 mm über der Unterkante liegt und dessen Durchmesser 60 - 70 mm beträgt. Beim Zusammenbau der Module können wir so Verlängerungskabel, Telefonleitungen und sonstige Strippen durch die Modulkästen führen, und es liegen keine Stolperstricke auf dem Boden.
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Vorbereitung der Modulköpfe

Da wir für den zügigen Anlagenaufbau besonderen Wert auf höchste Passgenauigkeit legen, verwenden wir für dieses Vorhaben ausschließlich gelaserte Modulköpfe.
Zur Vorbereitung der Modulköpfe gehören zunächst das Bohren (2,5 mm) und Senken der Schraublöcher, hinter denen später Außenseiten und Trasse eingeschraubt werde
n. Hierbei ist besonders auf die Tiefe der Senkung und die Kopfgröße der verwendeten Schrauben zu achten, diese sollten in jedem Fall in der Senkung verschwinden, damit es nachher keinen Ärger beim Aufbau der Anlage gibt. Außerdem sollten die Bohrungen möglichst gerade gefertigt werden. Je Seite setzen wir 4 Bohrungen und 2 für die Trasse, wobei es sinnvoll ist, alle Bohrungen anzuzeichnen, in unserem Falle (12 mm Sperrholz!) 6 mm vom Außenrand entfernt. Für die bessere Optik teilen wir die Abstände gleichmäßig auf. Die ersten Bohrungen an Ober- und Unterkante sollten zu diesen mind. 2,5 cm Abstand haben. (Foto)

Um mit nur einem Modulkopf für Berg- und Talseite auszukommen, haben wir einen kleinen geometrischen Fehler in Kauf genommen: Die Oberkanten der Modulköpfe müssten eigentlich auch mit 2,4% steigen, sie sind aber eben. Auf der Bergseite ist das für den korrekten Trassenverlauf von Nachteil, und mit einem leicht schräg gehaltenen Schleifklotz tragen wir auf der Innenseite etwa 0,25 mm Material am Trassenkopf ab. Die Außenkontur des Modulkopfes bleibt dabei vollständig! (Foto)
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Elektroanschlüsse
Die Elektroanschlüsse der späteren Versorgungsleitungen werden bereits jetzt oder im späteren Rohbau angebracht. Dazu haben wir Telefonbuchsen in 4 mm starkes Sperrholz (ca. 20 x 60 mm groß) geschraubt. Die Buchsen sind in Löcher von 6 mm Durchmesser eingeschraubt, deren Mitten 12-13 mm auseinander liegen, um Probleme mit den zugehörigen Steckern zu vermeiden. Wir benötigen 2 Brettchen mit gleichfarbigen, 2 Brettchen mit verschiedenfarbigen Buchsen je Modul. Sie werden von innen an den Modulköpfen mit Schrauben 3,5 x 12 so befestigt, dass die Buchsen mit der Steckerseite nach innen und der Lötseite nach außen in den Aussparungen (runde Löcher) liegen. (Foto) In die Spante(n) wird mittig unter der späteren Gleisauflage eine Aussparung von etwa 10 x 10 mm gesägt, durch die wir die Kabel verlegen können. Diese darf nicht zu groß gesägt werden, da später die Trassenbefestigungsschrauben noch daneben Platz haben müssen. (Foto)
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Modul montieren

Beim Zusammensetzten der Einzelteile ist eine ebene und stabile Arbeitsfläche wichtig, dies ist maßgebend für den späteren Erfolg, ein winkliges und sauber verarbeitetes Modul bestaunen zu können. Wir beginnen mit einem Kopfstück und einem Seitenteil, die winklig und unterkantenbündig aneinandergesetzt werden.  Hierfür gibt es mehrere Hilfsmittel: Schlosserwinkel, Schraubzwingen, Gehrungszwingen, gerade Hölzchen usw.
Stehen die beiden Bauteile sauber ausgerichtet nebeneinander, werden die bereits im Modulkopf gebohrten Löcher (2,5 mm) in das Seitenteil verlängert, und die Verbindungsschrauben (Spax 4 x 40) werden gesetzt und festgezogen. Die zweite Längsseite kommt dazu, dann der andere Modulkopf, bis wir den Rahmen unseres Moduls fertiggestellt haben.
(Foto)

Nun wird die Mittelspante eingesetzt. Auch hierbei achten wir wieder auf höchstmögliche Passgenauigkeit und Winkligkeit (Schlosserwinkel!). (Foto)
Zu guter Letzt montieren wir die Trasse. Hierbei ist auf  Passgenauigkeit mit den Modulköpfen zu achten - die Oberkanten müssen fluchten, eine Seite liegt genau am Wassergrabenrand! An jedem Kopf wird die Trasse mit je 2 Spax 4 x 40 befestigt. Auf jeder Spante befestigen wir das Trassenbrett zusätzlich
rechts und links von unserer Kabelaussparung (Vorbohren nicht vergessen!). (Foto)

Mit einem Alu-Vierkantrohr oder einer Wasserwaage überprüfen wir abschließend, ob die Trasse auch wirklich genau gerade von Modulkopf zu Modulkopf führt. Hängt sie in der Mitte durch oder bildet sie einen Buckel, haben wir zu ungenau gearbeitet. Dann hilft nur eins: Nachbessern!

 

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Elektroleitungen

Da wir nach wie vor unsere Anlagen analog betreiben, werden zwei Leitungen von Modulkopf zu Modulkopf verlegt: Eine Leitung für den Fahrstrom (verschiedenfarbige Buchsen) und eine Leitung („Blindleitung“) für die elektrische Verbindung benachbarter Betriebsstellen untereinander (gleichfarbige - hier: blanke - Buchsen).
Weg der Leitungen: Von der Buchse am Modulkopf hoch bis zur Trasse, mittig unter der Trasse durch die Spante zum anderen Modulkopf, dort runter zur gleichfarbigen Buchse. Befestigt wird das Kabel mit handelsüblichen Kabelschellen und Schrauben 2,5  x 16. Schrauben sind zwar etwas teurer als Nägel, aber bei Änderungswünschen immer von Vorteil.
Empfohlen wird Zwillingslitze 2 x 0,75. Die Farbe der Litze spielt keine Rolle. Beim Anlöten der Leitungen an die Buchsen ist unbedingt auf Parallelität zu achten: Das Kabel, das z. B. an der grünen Buchse startet, muss an der anderen Modulseite auch an der grünen Buchse ankommen. Auch ein Vertauschen der Kabelpärchen untereinander führt zu Problemen.

Leider "fressen" die Buchsen sehr viel Lötwärme, so dass viel Geduld und eine starke Lötpistole empfohlen werden. Wir verwenden Lötfett, um die Flusseigenschaft des Zinns zu verbessern. (FOTO)
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Vorbereiten der Gleisauflage

Unser Trassenbrett haben wir bereits montiert. Um die von uns verlangte Gleishöhe von 4,8 mm in Verbindung mit dem ROCO-Flexgleis zu erreichen, ist es nötig, das Gleis zu unterfüttern. Wir schneiden dafür aus 1 mm starkem Balsaholz entlang einer geraden Metallkante Streifen mit einer Breite von 20 mm zu. Für unsere Trasse benötigen wir einen Streifen, der so lang ist, dass er an beiden Enden 0,5 - 3 mm übersteht. Er wird mit Ponal dünn eingepinselt, mittig auf die Trasse gelegt und zunächst mit den Fingern angedrückt. Haben wir eine Moosgummiwalze zur Hand, können wir den Streifen hiermit vorsichtig anwalzen.  Sonst legen wir eine gerade Leiste auf, die wir mit Schraubzwingen - nicht zu fest - unter Druck bringen. Es empfiehlt sich, zwischen Balsaholz und Leiste eine Papierschicht zu legen, die bei evtl. überquellendem Leim das Verkleben beider verhindert. Trocknungszeit nach diesem Arbeitsvorgang ca. 20-30 Minuten. (FOTO)

Ist die Zeit verstrichen, werden Schraubzwingen und Leiste abgenommen. Das Holz sollte jetzt fest mit der Trasse verbunden sein. Lässt der Leim sich mit dem Austrocknen gar zu viel Zeit, können wir mit einem Fön nachhelfen.
 Nun die überstehenden Streifen mit einem Messer so abkappen, dass noch ca. 0,5 mm überstehen. Den Rest erledigen wir fein säuberlich mit feinkörnigem Schmirgelpapier.

Letzter Schritt ist es, die Trasse incl. Balsaholz nässeunempfindlich und dicht zu machen, was für den späteren Schottervorgang wichtig ist - Balsa quillt bei Nässe auf! Hierzu wird die gesamte Trasse mit dunklem Lack gestrichen.
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Vorbereiten des Gleiskörpers

Leider entspricht die Gleislänge des ROCO-Flex-Gleises selten der benötigten Länge, so dass wir das Gleis stückeln müssen, um auf unsere gewünschte Länge zu kommen. Eine einfache, aber optisch nicht befriedigende Variante ist das Zusammenfügen der Gleise mit handelsüblichen Schienenverbindern. Wir haben höhere Ansprüche, darum löten wir unsere Gleise zusammen. Dazu legen wir die Gleise auf den Gleiskopf, richten sie aus und fixieren sie. Zum Fixieren genügen z. B. Sprudelflaschen oder Einmachgläser. Als Flussmittel setzen wir diesmal kein Lötfett, sondern Phosphorsäure - jeweils ein winziges Tröpfchen pro Gleisfuß - ein. Mit dem Lötkolben (der kleine reicht) nehmen wir etwas Lötzinn auf und tippen die Verbindungsstelle an. Bereits nach kurzem Aufheizen des Gleises mit dem angelegten Lötkolben schießt das Lot zwischen die zusammenzufügenden Gleise. (FOTO)

Zum Ablängen legen wir das Gleis auf die Trasse. Vor einen Modulkopf schrauben wir ein Sperrholzbrettchen, das als Anschlag dient. Beim Zuschneiden der Länge lassen wir das Gleis am anderen Modulende ca. 3-5 mm überstehen.

Vorsichtshalber versorgen wir das Gleis beidseitig mit Strom. Dafür löten wir nun unter dem Gleisfuß, etwa 5 cm vom Gleisende entfernt, Schaltlitzen an. Wir schaffen uns den nötigen Platz, indem wir störende Schwellenstege mit einem Messer herauslösen. Wir geben wenig Lötfett unter den Schienenfuß und verzinnen dünn vor. Auch die Litzenenden werden unter Lötfettzugabe verzinnt, am Ende winklig abgebogen, die Spitzen auf etwa 2 mm Länge gekürzt und nochmals mit Lötfett bestrichen. Wir halten die Litzenenden auf die vorverzinnten Stellen am Gleis und heizen mit dem Lötkolben Litze und Gleis auf, bis das Lot wieder fließt. Beim Löten bitte darauf achten, dass das Gleis nicht zu lange angeheizt wird, da sonst Schwellen und Schienenklammern zu schmelzen drohen. (FOTO)

Legen wir das Gleis nun provisorisch auf die Trasse, können wir sehen, an welcher Stelle wir die Kabel nach unten führen können. Wir zeichnen an und bohren mit 2,5 mm - leicht schräg nach außen, damit die unter dem Trassenbrett liegende Zwillingslitze nicht beschädigt wird.
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Ausrichten und Befestigen des Gleises

Ruhige Hände sind nun gefragt. Als erstes stecken wir die 4 Kabel durch die vorher gebohrten Löcher. Nun das Gleis so auflegen, dass es an unseren Sperrholzanschlag stößt. Vorsicht: die Lötverbindung ist zwar fest, aber im Gegensatz zum Rest des Gleises nicht wirklich flexibel!

Für die perfekte Optik werden wir die letzte Schwelle vor dem Modulende ein halbes Schwellenfach von diesem entfernt setzen: So erreichen wir bei zusammengeschraubten Modulen an dieser Stelle einen normalen Schwellenabstand und vermeiden Doppelschwellen. Der Schwellenrost ist auf dem Gleis verschiebbar. Das Ausrichten der Schwellen ist einfacher, wenn wir vorab einige Schwellenstege mit einem Messer herausschneiden. Einige Stellen mit geringfügig zu weitem oder zu engem Schwellenabstand, auf die gesamte Modullänge verteilt, fallen nicht auf. Auch an den Stellen, an denen wir Gleise zusammengelötet haben, richten wir den Schwellenabstand aus.
 Etwa 15-20 cm von unserem Anschlag entfernt legen wir nun das Gleis „frei Auge“ auf Trassenmitte und legen es mit einer Schraubzwinge (Holz zwischenlegen!) provisorisch fest. Für den nächsten Schritt stört das Anschlagbrettchen und wird abgenommen.

Nun folgt der wichtigste Teil der Gleisausrichtung: An den Kopfstücken müssen wir das Gleis an genau der richtigen Stelle positionieren. Sollte schon ein fertiges Modul vorhanden sein, kann dies kantengenau angeschraubt und als Lehre verwendet werden. Die Einbauschablone steht leider noch nicht zu Verfügung.

Zur ersten Fixierung tragen wir Leimtupfer (Ponal) auf. Dabei genügen Pünktchen im Abstand von ca. 10 cm. Das Gleisende wird nun exakt mit dem Lehrmodul fluchtend ausgerichtet und mit einer Schraubzwinge gesichert. Das andere Gleisende wird kantenbündig abgeschnitten, das Lehrmodul dann dort angeschraubt und dieses Gleisende ebenfalls ausgerichtet.

Auf folgende Kriterien ist nun zu achten: Liegt das Gleis gerade??? Als Hilfsmittel hierfür bietet sich eine Wasserwaage an, die außen an das Gleis angelegt wird. Auch ein billiges Alu-Vierkantrohr leistet als Lineal gute Dienste. Stimmt die Verteilung und Größe meiner Schwellenfächer an beiden Enden und an der Lötstelle??? So arbeiten wir uns langsam von einer Seite zur anderen, und fixieren das Gleis zusätzlich mit Hölzchen und Schraubzwingen über jedem 2. Leimpunkt, aber nicht zu fest. Es folgt also gucken, hier rütteln, da schieben, dort verschieben. Machen wir das so lange, bis wir 100%ig zufrieden sind. Hat das Gleis seine endgültige Position erreicht, ersetzen wir die Schraubzwingen durch aufgeschraubte Kabelklemmen. Diese passen wunderbar als stabile Halterung in die Mitte des Gleises. Aber nicht zu fest anziehen, sonst verdrücken wir die weiche Balsa-Unterlage! Jetzt werden auch die Gleisenden zwei Schwellenfächer vom Rand entfernt mit Kabelschellen festgesetzt. Auf einem Meter sollten nun etwa 3-5 Kabelschellen sitzen.

Mit einer Trennscheibe bearbeiten wir vorsichtig die Gleisköpfe, bis sie 1-3 Zehntelmillimeter hinter der Modulkante zurückstehen. Nicht zu lange an einem Stück schleifen, sonst wird das Schienenmaterial zu heiß, und die Schienenklammern schmelzen auf! Das hieße dann Gleisaustausch, denn gerade am Modulübergang ist korrekte Spurweite wichtig - und die gibt es nur mit intakten Schienenklammern!

Als letzter Arbeitsschritt folgt jetzt noch das seitenrichtige Auflöten der Schaltlitzen auf die verschiedenfarbigen Anschlussbuchsen. (FOTO)

 

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Schotterbett und Gleisalterung

Eine weitere Geduldsprobe: Das Einschottern der Gleise. Unser Ziel ist, auch hier dem Vorbild so nahe als möglich zu kommen. Das bedeutet: Die Schwellen bleiben frei von Schotter und Leimklecksen, die Schwellenfächer sind sauber ausgefüllt, die Schwellenköpfe liegen im Gestein, und hinsichtlich der Bettungsbreite orientieren wir uns an NEM 123.

Wer mag, kann jetzt noch den gesamten Gleiskörper mit mattem Klarlack übersprühen, um den Schwellen ihren Rest von Kunststoffglanz zu nehmen. Von den Schienenköpfen wird der Lackauftrag dann sofort mit einem sauberen, fusselfreien Lappen abgewischt.

Für das Aufbringen des Schotters benutzen wir ein simples Hilfswerkzeug aus Pappe, das vor etlichen Jahren angefertigt wurde und mittlerweile schon gut 30 Meter Gleis beschottern half (Foto).

Wir verwenden TT-Schotter von IMT. Der Hauptanteil ist Dolomit, dem ein fast schokoladenbrauner Schotter (Grauwacke?) zugesetzt wurde, um die helle Farbe ein wenig zu brechen und die Kornstruktur deutlicher werden zu lassen (3 Teile Dolomit, 1 Teil „braun“). Mit der Gesamtmenge von 2 kg, die in einer alten Eisverpackung sauber durchgemischt wurde, werden wir für die nächsten 30-40 Meter Strecke den immer gleichen Farbton verfügbar haben.

Bevor es ernst wird, setzen wir vor beide Trassenenden Sperrholzbrettchen, die am oberen Ende mit Kreppband „falsch herum“ umwickelt sind: Die Klebeseite des Krepps liegt außen und wirkt, wie wir später sehen werden, als verlässliche Trennschicht gegenüber unserem Schotterkleber. Mit dieser „Schalung“, die wir mit Schraubzwingen befestigen, können wir die Trasse sauber bis zum Rand einschottern.

Mit einem ausrangierten Kaffeelöffel füllen wir unsere „Schotterrutsche“ etwa zur Hälfte. Ihre Spitze wird nun über das erste Schwellenfach gehalten, und durch leichtes Klopfen mit dem Zeigefinger gegen das leicht nach schräg vorn gehaltene Werkzeug bringen wir die Schotterkörner ans Rutschen. Die auslaufende Menge lässt sich gut kontrollieren.

Ist das Schwellenfach - auch in den Ecken - gut gefüllt, wandern wir ein Fach weiter und füllen so nach und nach alle freien Fächer. Nur die Stellen, an denen unsere Kabelschellen das Gleis fixieren, sparen wir zunächst aus: Der spätere Kleberauftrag zum Fixieren des Schotters weicht den Leim, mit dem wir das Gleis auf die Trasse geklebt haben, auf, und ohne den Halt der Kabelschellen könnte es sich wieder ablösen. Sind alle Schwellenfächer gefüllt, klopfen wir leicht (!) mit einem 100 g-Hammer oder einer zweckentfremdeten Schraubzwinge gegen Spanten und Kopfstücke. Dadurch setzt sich der zunächst noch lose Schotter. Kritisch, Zentimeter für Zentimeter, prüfen wir, ob alle Schwellen-Zwischenräume auch wirklich gefüllt sind und füllen, falls erforderlich, nach. Mit einem weichen, sauberen und absolut trockenen feinen Malpinsel fegen wir Schottersteinchen, die sich an den Schienensteg oder den Schienenfuß „verirrt“ haben, in die Fächer, und auch lose Steine auf den Schwellen werden entfernt. Vorsichtiges Andrücken mit einem Pinselstiel, notfalls auch mit der Fingerkuppe, bringt den Schotter in seine endgültige Form.

In einem sauberen Marmeladenglas setzen wir eine Mischung aus einem Teil Ponal und zwei Teilen Wasser an, die wir gut verrühren und der wir einige Tropfen Spülmittel beigeben. Mit einer 10 ml-Spritze (Apotheke) ohne Kanüle ziehen wir diesen Schotterkleber auf und drücken aus der nach oben gehaltenen Spritze eventuelle Luftblasen sorgfältig heraus, damit später nichts nachkleckert. Die Spitze der Spritze halten wir nun mitten über das erste gefüllte Schwellenfach und lassen einen einzigen Tropfen auf den Schotter fallen. So geht es weiter, Schwellenfach für Schwellenfach. Schnell finden wir heraus: Wird die Spritze zu hoch gehalten, hinterlassen die Leimtropfen „Einschlagkrater“, halten wir sie zu niedrig, klettert der trockene Schotter an dem sich bildenden Tropfen hoch, und wir erhalten kleine Steinhügel. Beides wollen wir vermeiden.

In einem zweiten Durchgang erhält jedes Schwellenfach einen zweiten Tropfen Leim, ist der Schotter dann noch nicht völlig durchtränkt, erfolgt ein dritter Durchlauf.

Der durchnässte Schotter ist so lagestabil, dass er sich auch von einer nennenswerten Schräglage der Trasse nicht mehr beeindrucken lässt. Wir machen uns diesen Umstand zunutze und stellen unter die uns zugewandte Modul-Längsseite ein hohes Marmeladenglas, um uns das Einschottern der Gleisaußenseite zu erleichtern.

Aus der „Schotterschütte“ lassen wir nun Material auf die Böschung und zwischen und vor die Schwellenköpfe rieseln. Das fertige Schotterbett soll oben 22 und unten etwa 25 mm breit sein - so will es NEM 123. Entsprechende Mengen Schotter gilt es anzugeben. Wieder fegen wir mit trockenem Pinsel verirrtes Material von Schwellenköpfen und Gleisprofil und schieben zu guter Letzt mit einem Geodreieck oder einem Federstahllineal die noch losen Körnchen an der Böschung zusammen. Kritisch, Zentimeter für Zentimeter... - na, Sie wissen schon.

Ganz vorsichtig - ein auch nur leichter „Stupser“ würde unsere Mühe zunichte machen - stellen wir das Modul wieder eben. Zum Fixieren dieser ersten Böschungsseite lassen wir dann Kleber aus der Spritze - in die Schwellenfächer tropfen! Wir können an der stellenweisen Dunklerfärbung des Schotters verfolgen, wie sich der Kleber seinen Weg durch kleinste Spalten und Ritzen aus den Schwellenfächern in die noch trockene Böschung sucht. In einem zweiten Klebedurchgang tropfen wir nun Leim auf diese feuchten Stellen und lassen ihn den trockenen Schotter durchdringen. In einem dritten, vierten, fünften Anlauf wird die Böschung nach und nach völlig durchfeuchtet. Nie tropfen wir hier auf trockenes Böschungsmaterial, denn der trockene Schotter würde einfach verschwemmt.

Wir drehen den Modulkasten um und schottern die andere Böschung ebenso. Auch hier beginnt der Leimauftrag wieder in Gleismitte, in den Schwellenfächern.

Etwa drei Stunden, vielleicht sogar noch länger, wird das Durchtrocknen des Schotterbetts beanspruchen.

Nach dem Aushärten des Klebers entfernen wir die Kabelschellen, füllen die letzten Schwellenfächer mit Schotter und leimen ihn fest.

Den letzten Schliff erhält unser Oberbau mit dem Altern der Gleisprofile, dem Lackieren mit „Rostfarbe“. Wir verwenden dafür Emaillacke (‚Humbrol 113‘ oder „Rostfarbe“ anderer Hersteller, denen durch Zugabe von mattem Gelb, Ocker und Weiß die starke Brauntendenz genommen wird). Den Lack können wir mit einem feinen Pinsel auf Schienensteg und Schienenfuß auftragen, auch das Kleineisen darf seinen Teil abbekommen. Wer mit der Airbrush umzugehen weiß, kann selbstverständlich auch damit arbeiten.

Für den Pinselauftrag erleichtern wir uns die Arbeit, indem wir unser Modul auf eine Längsseite stellen: In einem Strich sind die Profilseiten zügig gefüllt, und wir können sehr gut erkennen, ob wir den Schienenfuß auch wirklich bis zur Kante eingefärbt haben. (FOTO)

Wenn Sie sich fragen, warum die Gleistrasse bereits in diesem frühen Stadium komplett gestaltet wird, versuchen Sie einmal, Gleisprofil lückenlos zu „rosten“, wenn ringsum das Gelände bis nah ans Gleis heran schon aufmodelliert ist!
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Geländebau - erste Schritte

Die hier vorgestellten Module erhalten einen Gelände-Unterbau aus 20 mm starken Styroporplatten. Sie sind leicht, gut zuzuschneiden, einfach nachzubearbeiten, preisgünstig und ausreichend stabil. Modellbäume und          -sträucher, aber auch Zaun- oder Schilderpfosten lassen sich in dem 2 cm dicken Material deutlich einfacher und dauerhafter verankern als in einem dünnen Kaninchendraht-Gipsbinden-Unterbau oder vergleichbaren Untergründen.

Der Styropor-Unterbau wird nicht in der Höhe plattenweise geschichtet, sondern hohl ausgeführt. Dadurch bleibt die Modul-Innenseite, vor allem im Bereich der Befestigungselemente an den Modulköpfen, sehr gut zugänglich.

Nach der Begründung zur Praxis am Modul mit gerader Trassenführung: Wir messen zunächst den Abstand von einem Modulkopf zur benachbarten Spante (lichter Innenabstand) sowie den Abstand zwischen Außenseite und Trasse, dem wir 5-8 mm „Kleberand“ hinzurechnen. Diese Maße zeichnen wir mit dem Bleistift auf einer Styroporplatte an und schneiden das Rechteck mit dem Abbrechklingen-Messer entlang einem Vierkantrohr als Schneidlineal aus. Der Zuschnitt wird nun von unten in den Modulkasten so eingesetzt, dass der „Kleberand“ unter dem Trassenbrett liegt. Je nach Verlauf der Geländekante am Seitenteil wird der Sperrholzrahmen hier deutlich über, dort deutlich unter der Oberkante des Styropor-Zuschnitts liegen. Wir zeichnen nun eine „Höhenlinie“ da an, wo das Sperrholz das Styropor um mindestens 10 mm (halbe Plattenstärke) überragt, also ein Hügel entstehen muss. Auch da, wo das Plattenniveau um mindestens 10 mm unterschritten wird (eine Mulde oder ein Tal), wird eine solche Linie eingezeichnet.

Nun greifen wir wieder zum Bastelmesser und schneiden entlang der „Höhenlinien“ das Styropor aus. Dabei müssen wir das Messer stark schräg halten, und zwar muss die Klinge so stehen, wie später die Hangböschung verlaufen wird. Verfehlen wir hier und da die Linie um ein, zwei Zentimeter, ist das in der Regel kein Beinbruch, wir können später noch nacharbeiten - oder die Zufallskontur so akzeptieren.

Was von unserem ursprünglichen Rechteck verblieben ist, wird nun - mit Ponal an den Stirnseiten und auf dem Kleberand eingestrichen - in das Modul geklebt. Etwa 20-30 Minuten wird das Aushärten des Klebers dauern, während dessen können wir ein weiteres Stück des Modul-Innenraumes vermessen und eine weitere Styroporplatte zurichten.

Wenden wir uns wieder der ersten Platte zu. Die Ausschnitte für „Hügel“ werden nun lose auf der eingeklebten Fläche an die richtigen Stellen gelegt, und die Kontur ihrer Unterseite wird mit einem Bleistift auf der eingeklebten Fläche nachgezeichnet: Der Kleberand für die nächste Etage. Wieder wird angezeichnet, wo das Sperrholz das neue Niveau überragt, und wieder wird geschnitten (mit schräg gehaltenem Messer!). Der Kleberand auf der unteren Platte wird mit Ponal eingestrichen, ebenso der Zuschnitt für die „erste Etage“ an den Stellen, an denen er an die Holzteile des Moduls zu liegen kommt, und dieser Zuschnitt wird eingeklebt. Mit den Zuschnitten für das „erste Untergeschoss“ (Mulde) verfahren wir sinngemäß. Wenn uns das die Arbeit erleichtert, können wir auch das komplette Modul hierfür umdrehen. Stufe für Stufe entsteht so ein tragfähiger Unterbau.

Verbliebene Lücken - etwa über den Spanten - verschließen wir mit freihändig zugeschnittenen Resten. Ein abschließendes Einstreichen mit Ponal an all jenen Stellen, wo Zuschnitte aneinander oder an Holzflächen stoßen, sorgt dafür, dass später auch dünnflüssiger Gips keine Chance mehr hat, nach unten durchzusickern.

Bei Modulen mit gekrümmtem Trassenverlauf ist die Vorgehensweise grundsätzlich gleich. Nur die erste Styroporplatte, unser „Fundament“, wird anders zugeschnitten: Wir messen den lichten Abstand von Modulkopf bis Spante (wie beim geraden Trassenverlauf) und die gesamte Tiefe zwischen den Außenseiten. Die nach diesen Maßen zugeschnittene Platte wird nun von unten unter die Trasse gehalten und der Trassenverlauf auf ihr angezeichnet. Der Kleberand für das Einkleben unter der Trasse wird markiert und der nur gut 2 cm breite Streifen unter Trassenmitte herausgetrennt (Freiraum für Kabel und Kabelschellen). Der weitere Aufbau erfolgt wie oben beschrieben. (FOTO)
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Gipsen und Formen

Ihn färben wir beim Ansetzen dunkelbraun oder dunkelgrau ein, damit er bei späteren, leider fast immer unvermeidlichen Transportschäden nicht strahlend weiß weithin von seiner Anwesenheit kündet: Weiß kommt in der Natur - außer im Winter natürlich - nur höchst selten als reine Farbe vor, und unser Auge registriert jede noch so kleine „Macke“ gnadenlos.

Keine Regel ohne Ausnahme: An den Stellen, an denen direkt aus dem Gips Felswände gestaltet werden sollen, belassen wir ihn weiß. Hier wird er später in vielen dünnen Farbschichten nass in nass lasierend sein felstypisches Aussehen erhalten.

Den durchgefärbten Gips setzen wir an, indem wir ihm einige Saucenkellen dunkelbrauner und /oder schwarzer Abtönfarbe beimengen und entsprechend weniger Wasser zugeben. Er wird besonders sorgfältig im Silikontopf aufgerührt, da sonst gern Nester mit pulverigem Gips bleiben, die die Abtönfarbe nicht recht durchfeuchtet hat.

Gips bindet schnell ab, daher setzen wir nur überschaubare Mengen an und arbeiten zügig. Dass sich zwei durchgefärbte Gipsansätze in der Farbe unterscheiden, ist völlig unkritisch. Topfreste, die hart zu werden drohen, können zum Vorfüllen tieferer Stellen oder zum „Ausspachteln“ der Schraubenlöcher in den Modul-Seitenwänden genutzt werden.

In der Regel erfolgt der Auftrag mittels Spachtel oder Kittmesser auf den Styropor-Grund von der höchsten Stelle aus, und eine Schichtdicke ab 2 mm reicht bereits völlig aus. Größere zusammenhängende Flächen ohne starke Gliederung können auch mit einem besonders flüssig eingestellten Gipsbrei übergossen werden. Auch die Holz-Oberkanten mit Ausnahme der Modulköpfe werden hauchdünn überzogen. Natürlich gleichen wir an anderen Stellen auch Vertiefungen im Unterbau aus, und hier werden wir dann erfahren, dass Gips zwar schnell abbindet, aber unter Umständen mehrere Tage zum völligen Durchtrocknen benötigt. Bei Schichtdicken von mehr als etwa 6 mm nimmt darüber hinaus die Gefahr, dass die Gipsoberfläche rissig wird, überproportional zu. Die Zugabe von Ponal zum Gips vermindert zwar die Neigung zur Rissbildung, verlängert aber andererseits die Trockenzeit erheblich.

Die bereits gestockte, aber noch nicht völlig durchgetrocknete Gipsschicht lässt sich mit Messer, Schraubenzieherklinge, Spachtel, Kittmesser und aus Holzstücken oder -stäbchen gefertigten Werkzeugen ohne große Mühe weiter bearbeiten. Gründliches Wässern macht sie sogar - in Grenzen - wieder plastisch.

Die Teile der Gipshaut, die später ausschließlich „Vegetation“ tragen werden, erhalten nach dem Durchtrocknen einen Anstrich mit dunkelbrauner Abtönfarbe. Auch die Modulköpfe werden mit überstrichen. (FOTO)

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